Haushaltsbuch und Co.: Spartipps für Familien

Vor allem Familien mit Kindern müssen sich auch im „reichen“ Deutschland häufig nach der Decke strecken und mit recht wenig Geld auskommen. Kritisch wird die Situation beispielsweise häufig dann, wenn es in der Familie nur ein Einkommen gibt und der andere Partner in Elternzeit oder auf der Suche nach einer Arbeit ist. Immer wieder kommt es vor, dass noch einige Tage auf dem Monatskalender stehen, wenn das Geld schon aufgebraucht ist.
Familie

Haushaltsbuch als Grundlage

„Wer sein Familienbudget stets im Blick behält, kann in der Regel recht gut über die Runden kommen“, meint Martin Schmidt, Finanzexperte beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Quasi als Grundlage empfehle sich das Führen eines Haushaltsbuches. Denn Ausgaben würden meist nur grob geschätzt und damit schnell auch einmal unterschätzt. „Wer rigoros Buch führt über die alltäglichen Ausgaben, wird angesichts der Ergebnisse überrascht sein“, so Schmidt. Die Kosten fürs Auto, die Ausgaben im Supermarkt, das Geld für Hobbys und sonstige Freizeitvergnügungen, der Urlaub: Nur wer weiß, wofür er sein Geld ausgibt, kann sich auch Gedanken um mögliche Einsparmöglichkeiten machen. „Dass man die fixen Ausgaben wie etwa Versicherungskosten regelmäßig auf den Prüfstand stellen sollte und auch bei Strom, Wasser und Heizung sparsam sein sollte, versteht sich fast von selbst“, so Schmidt.

teure Dispo

Ratenkredit statt Dispo, wenn es doch mal „klemmt“

Trotz aller Sparbemühungen kann es in jeder Familie doch mal „klemmen“ – etwa wenn das Auto oder die Waschmaschine ihren Geist plötzlich und unerwartet aufgibt und eine unverhoffte größere Ausgabe fällig wird. Wer dann sein Girokonto überzieht, nimmt den Dispokredit in Anspruch. Und dann wird es teuer: „Finanztest“ (Heft 09/2015) ermittelte im Durchschnitt der Banken einen Zinssatz von mehr als zehn Prozent, der Spitzenreiter nahm stolze 16 Prozent pro Jahr. Dabei ist es recht einfach, einen temporären Zahlungsengpass viel günstiger zu überstehen und flüssig zu bleiben, nämlich mit einem Raten- oder Barkredit. „Ratenkredite gibt es heute schon für unter drei Prozent effektiven Jahreszins“, erklärt Ulf Meyer, Geschäftsführer der Süd-West-Kreditbank. Internetbanken wie die SWK-Bank haben in der Regel die günstigeren Konditionen. Dieses Institut ist zudem bereits seit 50 Jahren am Markt und verfügt über eine entsprechende Expertise. „Niedrige Zinsen sind bei einem Ratenkredit nicht alles. Er sollte beispielsweise auch ein sogenanntes Sondertilgungsrecht beinhalten“, betont Ulf Meyer.

Gut geplant ist halb gespart

Um in eine solche Situation möglichst erst gar nicht zu kommen, rät Finanzexperte Martin Schmidt dazu, bei größeren Anschaffungen nicht aus dem Bauch heraus zu entscheiden, sondern einmal darüber zu schlafen, ob der Kauf wirklich notwendig ist. Und auch der große Samstagseinkauf im Supermarkt falle viel günstiger aus, wenn man vorher eine Liste erstelle und sich strikt an diese halte.
Foto: djd/Süd-West-Kreditbank/thx

One Comment

  • Ich bin zwar ein Single und muss nicht unbedingt auf jede Euro achten, nutze allerdings trotzdem eine entsprechende App auf meinem Smartphone um meine Ausgaben und Einnahmen im Überblick zu behalten. Durch das entsprechende Kategorisieren sehe ich am Monatsende wofür am meisten Geld weg ging und kann an diesem Punkt eventuell einsparen.

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